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Äthiopien

 

Hauptstadt:

Addis Abeba

Int. Kennzeichen:

ET

Sprache:

Amharisch und lokale Sprachen

Gängige Fremdsprachen:

Englisch, teilweise auch Italienisch und Arabisch

Währung:

1 Birr (Br) = 100 Cents

Zeitdifferenz zu MEZ:

+2 h

Zeitdifferenz zu MESZ:

+1 h

Elektrischer Strom:

220 Volt/50 Hertz Wechselstrom

 

Links

Reiseinformationen und Reisewarnungen der österreichischen Regierung
Reiseinformationen und Reisewarnungen der schweizer Regierung
Reiseinformationen und Reisewarnungen der deutschen Regierung

 

Vergangene Reisewarnungen und Reiseinformationen

 

Besondere Hinweise

Letzte Aktualisierung: 24.11. 2006

Informationen zur Vogelgrippe

 

Sicherheit

Allgemein wird auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen.

Für Äthiopien wird derzeit vor erhöhter Terrorgefahr gewarnt. Es wird befürchtet, dass auch touristische bzw. westliche Einrichtungen Ziel von Anschlägen werden könnten.

Im Laufe des Jahres 2006 kam es sowohl in Addis Abeba als auch in der Region Somali und im Westen des Landes immer wieder zu Bombenexplosionen. Reisenden wird daher nahe gelegt, besonders aufmerksam zu sein und vor Reiseantritt mit der Österreichischen Botschaft in Addis Abeba Kontakt aufzunehmen.

Nach den Parlamentswahlen im Mai 2005 bzw. der Bekanntgabe des Wahlergebnisses im September 2005 kam es in Addis Abeba zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei mit zahlreichen Toten und Verletzten. Obwohl es in letzter Zeit keine gewaltsamen Demonstrationen gegeben hat, bleibt die Lage angespannt. In Jimma im Westen Äthiopiens kam es in letzter Zeit mehrmals zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen christlichen und moslemischen Studenten mit mehreren Toten. Auch aus anderen Regionen werden immer wieder Zusammenstöße zwischen Studenten und Polizei gemeldet. Politische Kundgebungen, Demonstrationen und größere Menschenansammlungen sollten daher grundsätzlich gemieden werden.

Im März 2006 wurde ein Österreicher beim Joggen auf dem Gelände des Old Airport in Addis Abeba von einem Wachtposten angeschossen; die Botschaft weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass das unbefugte Betreten militärischer Anlagen verboten ist.

Autofahrten nach Einbruch der Dunkelheit sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Es wird dringend empfohlen, vorhandene Sicherheitsgurte anzulegen.

In Addis Abeba ist eine Steigerung der Straßenkriminalität zu verzeichnen, wobei Taschendiebe und andere Kleinkriminelle oft äußerst geschickt und trickreich agieren. Als „Hot Spots“ können Entoto, die Hilton-Gegend, Churchill Road, Merkato und Piazza genannt werden. Von einer Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel in Addis Abeba wird nicht nur wegen der im Mai 2006 entdeckten Sprengsätze, sondern auch wegen der zahlreichen dort operierenden Taschendiebe abgeraten.

In vielen Grenzgebieten, aber auch im Landesinneren (im und um den Awash-Nationalpark, Straße von Gonder nach Humera, Region um Awassa, Straße Addis Abeba – Jimma) kommt es immer wieder zu Überfällen durch bewaffnete Banden.

Im Grenzgebiet der Regionen Oromia und Somalia (zwischen Borana und Dire-Dawa) kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den dort ansässigen Ethnien. Passagierzüge zwischen Addis Abeba und Dire-Dawa waren in der Vergangenheit mehrmals Ziel von Sprengstoffanschlägen.

In vielen Regionen Äthiopiens sind Minen verlegt. Die höchste Konzentration an Minen findet sich an den Grenzen zu Eritrea, Somalia und Sudan, aber auch das Landesinnere (Somali-Region, Region um die Straße Awassa-Yabelo-Moyale in den Borana Lowlands) ist teilweise vermint.

In Tigray sollte die Straße Adigrat-Adua-Axum als äußerst nördliche Grenze aus Sicherheitsgründen nicht überschritten werden. Die Grenze zu Eritrea ist weiterhin gesperrt, die Lage im Grenzgebiet ist angespannt, da sich seit Oktober 2006 eritreische Truppen in der „Temporären Sicherheitszone“ befinden. Vor der akuten Minengefahr bis 80 km innerhalb der Grenze wird ausdrücklich gewarnt.

Die Regionen Somali und Afar gelten nach wie vor als unsicher (politische Widerstandsgruppen, Bandenwesen). Von Reisen in die Region Somali wird aus Sicherheitsgründen generell abgeraten.

Die Region Gambella sollte gemieden werden, da es in diesem Gebiet seit Ende 2003 immer wieder zu Unruhen und gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den dort ansässigen Volksgruppen kommt.

Auf beiden Seiten der Grenze zu Kenia kommt es relativ häufig zu bewaffneten Auseinandersetzungen (Kämpfe wegen Viehdiebstählen, Stammes/Clanfehden, Auseinandersetzungen zwischen Rebellengruppen und Sicherheitskräften u.ä.).

Das Fotografieren öffentlicher Bauten (Gebäude (auch der Bahnhof in Addis Abeba), Brücken, Gleisanlagen, Straßenkreuzungen), militärischer Anlagen und Anlagen von strategischer Bedeutung (z.B. Brücken) ist verboten.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

 

Einreise

Österreicher benötigen für die Einreise nach Äthiopien einen Reisepass, der bei der Einreise noch 6 Monate gültig sein muss, und ein Visum, das möglichst zwei Wochen vor Reiseantritt bei der äthiopischen Botschaft in Wien beantragt werden sollte. Bei der Beantragung des Visums muss eine gültige Gelbfieberimpfung nachgewiesen werden. Touristen erhalten üblicherweise ein Visum mit einer Gültigkeit zwischen 30 und 90 Tagen.

Grundsätzlich besteht für österreichische Touristen die Möglichkeit, das Visum an den internationalen Flughäfen Bole/Addis Abeba und Dire Dawa zu erhalten (Gebühr US $ 20,--). Im Hinblick darauf, dass dies laut Auskunft der äthiopischen Immigrationsbehörde äußerst zeitaufwendig ist, wird davon aber abgeraten.

Für Einreisen auf dem Landweg ist es grundsätzlich erforderlich, das Einreisevisum vorab einzuholen.

Weitere Einreisebestimmungen können bei der Visabeantragung erfragt werden.

Die Verlängerung eines Visums ist in Addis Abeba beim „Main Department for Immigration and Nationality Affairs“ (MDINA) (Churchill Road, gegenüber Hauptpostamt, Tel.: 011-155 38 99) gegen Zahlung von ETB 105,-möglich. Der Reisepass muss noch mindestens sechs Monate gültig sein; es sind zwei (möglichst aktuelle) Passbilder vorzulegen, ein Rückflugticket sowie der Nachweis ausreichender Barmittel.

Die Eintragung eines Kindes in den Reisepass der Eltern wird akzeptiert. Es existieren keine besonderen Vorschriften für allein reisende Minderjährige oder für Fälle einer Einreise mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil.

Österreicher, die sich länger im Lande aufhalten wollen, benötigen ein „Residence Permit“, falls sie Arbeit aufnehmen wollen, auch ein „Work Permit“. „Residence Permit“ müssen beim SIRAA-Büro beantragt werden, das „Work Permit“ muss vom äthiopischen Arbeitgeber beantragt werden.

 

Einfuhr

Die Einfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von 100.- Birr, die Mitnahme von Fremdwährung unbegrenzt erlaubt, aber deklarationspflichtig. Devisen sollten bei der Einfuhr deklariert werden; eine Ausfuhr ist nur in der Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich legal gewechselte Beträge erlaubt. Es kommt regelmäßig zur Beschlagnahme von nicht deklarierten Geldern durch den Zoll!

Es empfiehlt sich die Mitnahme von US Dollar in bar oder als Reiseschecks. In Addis Abeba können auch problemlos Euro-Scheine umgewechselt werden. Kreditkarten werden nur vereinzelt akzeptiert. Wechselbestätigungen müssen bis zur Ausreise aufgehoben werden! Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.

 

Ausfuhr

Die Ausfuhr von Landeswährung ist bis zu einem Betrag von 100.- Birr erlaubt, die Ausfuhr von Fremdwährung nur in der Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich legal gewechselter Beträge. Für den Export von Fellen und Häuten sowie antiken Gegenständen ist eine Genehmigung erforderlich. Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Klima

Im südöstlichen Tiefland heißes und trockenes Wüstenklima mit geringen Niederschlägen. Im Hochland ist das Klima gemäßigter mit Niederschlägen vor allem von Juli bis September (große Regenzeit) und Februar/März (kleine Regenzeit).

Ratschläge

In den heißeren Zonen Äthiopiens sowie den höheren Lagen sollten vor allem in der Eingewöhnungsphase größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuß setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.

Gesundheit

Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard. Es besteht eine erhöhte Ansteckungsgefahr mit AIDS.

Impfungen

Bei der Beantragung des Visums muss eine gültige Gelbfieberimpfung nachgewiesen werden. Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und B, Typhus), empfiehlt das Zentrum für Reisemedizin Wien (Tel. 01 - 403 8343) jedoch für Rundreisende und Individualtouristen eine vorbeugende Impfung gegen Cholera, eitrige Gehirnhautentzündung (Meningokokken – Meningitis), für Individualtouristen und bei längeren Aufenthalten zusätzlich gegen Tollwut. Malariaprophylaxe wird-außer im Hochland-ganzjährig für das gesamte Gebiet angeraten.

Vorsicht

Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuß von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

Versicherung

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluß einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Verkehr

Bei Autofahrten sind der österreichische Führerschein und die Zulassung mitzuführen. Für Mietwagen ist ein internationaler Führerschein erforderlich. Es besteht kein Haftpflichtversicherungszwang, eine solche ist aber empfehlenswert. Für Reisen von Addis Abeba nach Dschibuti sollte man aus Sicherheitsgründen weder Straße noch Bahn, sondern lediglich einen der täglichen Direktflüge benützen.

Sonstiges

Das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten weist in diesem Zusammenhang darauf hin, daß es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.

 

 

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